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181. Punta del Hidalgo Januar 2026

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181. Punta del Hidalgo Januar 2026

23.01.2026

Eigentlich wollten wir heute nach einem Ent- und Versorgungsstopp an die Strände von Adeje, aber hier hat es uns überhaupt nicht gefallen. Viel zu voll und viel zu touristisch. Ebenso bei Los Gigantes, fast kein Durchkommen und keine Möglichkeit Rudi zu parken. Also weiter nach Sibora und dem Playa de Puertito. Auch das war uns nicht vergönnt, da die Durchfahrt für KFZ über 3,5t verboten ist. Gar nicht so einfach in dem steilen und engen Geländegemenge einen Stellplatz zu finden. Daher beschließen wir auf den CP bei Punta Hidalgo zu fahren und einen Platz bis nächsten Freitag zu reservieren. Von hier aus können wir immer noch Touren unternehmen, haben dann jedoch einen festen Übernachtungsplatz. Einen freien Platz gibt es erst ab Sonntag. In der Zwischenzeit stehen wir am Camino de Costa in Punta del Hidalgo direkt am Meer. Hier im Norden ist das Wetter dann schon wieder rauher, mit Nebel, Wind. Regen und ordentlichen Wellen. Und viel weniger los.

24.01.2026

Vergangene Nacht hatte der Atlantik mit seinen grollenden Wellen viel zu erzählen und das ohne Punkt und Komma, durchgehend. Am Morgen ist die Promenade voller Menschen, die schon sportlich schnell bzw. spazierend gemächlich den Camino nutzen. Nach dem Frühstück machen wir es genau so. Der Weg führt uns Richtung Leuchtturm. Als wir Anfang Dezember hier Halt gemacht haben, war er wegen hoher Wellen, Wind und Überflutung gesperrt.
Den Leuchtturm erkennt man schon von Weitem.
Das moderne Gebäude steht am Rande einer flachen Küstenebene, die von Bananenplantagen bedeckt ist. Er ist aus unterschiedlich hohen Quadern zusammengesetzt und insgesamt 50 Meter hoch. Seine Form soll an Basaltsäulen vulkanischen Ursprungs erinnern, wie sie z.B. hier im Orotava-Tal vorkommen. Mit seiner weißen Farbe bildet er einen deutlichen Kontrast zu den dunklen Bergen des Anaga-Gebirges im Hinterland. Die hier wiederum ganz anders aussehen, wie die auf den anderen Inseln, eher türmchenartig. Das Leuchtfeuer hat eine Reichweite von 16 SM. Er weist keine klassische
Fresnel-Linsenordnung (wie 1. bis 6. Ordnung) im historischen Sinne auf, sondern setzt auf moderne Scheinwerfertechnik,einen Leuchtturmwärter sucht man hier vergebens.
Zum Vergleich, der Faro am Punta de Orchilla auf El Hierro ist ein Leuchtfeuer 2. Ordnung im klassischem Sinn.
Wir folgen der Küstenlinie weiter und gelangen zum Piscina Charco de la Arena. Bei Kaffee und Tee bleiben wir hier eine ganze Weile sitzen und genießen das gewaltige Wellenspektakel. Anschließend setzen wir unseren Spaziergang fort, passieren den Punta del Guincho und die Errmita San Juanito. Am Mirador Sendero Punta del Hidalgo schauen wir kurz einem Gleitschirmflieger bei seinen Vorbereitungen zu und klettern nach oben zum Mirador Punta Hidalgo. Was für ein Ausblick auf die Küste und den dahinterliegenden Barranco del Rio. Oberhalb des Ortes geht es zurück bis Altagay, wo wir spontan zu Mittagessen.
Am Abend geht es erneut an der Küste entlang, diesmal in die entgegengesetzte Richtung, bis zur Cofradia de la Punta und durch den Ort zurück zum Van. Hier wartet ein weiteres Handballspiel: Deutschland – Norwegen. Ein regelrechter Krimi mit dem deutschen Keeper Andreas Wolff als Hauptakteur. Mit 30:28 trifft die deutsche Mannschaft am Montag auf Weltmeister Dänemark.

25.01.2026
Bevor es für uns heute auf den CP La Laguna hier in Punta del Hildago geht, drehen wir noch eine Runde und sehen uns die nächste Bucht bei Bajamar an. Dabei passieren wir auch das Hotel Neptuno, eine seit 2007 geschlossene, verfallene Ruine und ein bekannter „Lost Place“. In den 60er und 70er Jahren ein bedeutendes Hotel für den Tourismus im Norden der Insel. Es ist bekannt für seine Geschichte als früheres Touristenziel und später als beeindruckende urbane Kunst- und Graffiti-Galerie, obwohl das Betreten des maroden Gebäudes gefährlich ist und Abrisspläne existieren. Bajamar verfügt ebenfalls über eine Anlage von Meerwasserpools, Toiletten, Duschen und weitläufige Plätze, um sich hier aufzuhalten und den Tag am Meer zu verbringen. Weiter oben finden wir Restaurants und einen Kiosko, an dem wir uns eine Erfrischung holen. Die Pools sind wegen der Wellen und der Brandung geschlossen. Aber allein das Beobachten des Wellenspektakels ist einfach irre.
Zurück beim Rudi machen wir uns auch direkt zur Abfahrt Richtung CP fertig.
Nach dem einchecken bauen wir alles auf, was der Rudi hergibt und wir die ganze Zeit quasi wegen dem Leben auf der Straße nicht nutzen konnten. Hoffentlich spielt das Wetter mit und wir können es bis zur Abreise am Freitag nutzen.
Morgen geht es übrigens mit den Öffis in die Inselhauptstadt nach Santa Cruz.

26.01.2026

Heute stand die Inselhauptstadt Santa Cruz auf dem Programm. Mit der Buslinie 105 für 1,45€ pro Person erreichten wir unser Ziel in knapp einer Stunde. Der Busbahnhof war Ausstieg und Endstation der Linie. Für uns ging es zunächst auf den Markt, anschließend in den Hafen zur Estacion Armas um die Fährtickets abzuholen, dann auf eine Hop-on Hop-of Tour und zum Schluß auf einen Quer-Feld-ein-Spaziergang durch die Innenstadt. Für einen ersten Einblick ausreichend, aber für das MoMa, das Ethnologische- sowie das Karnevalsmuseum, das Palmetum, Auditorium, den Parque Garcia Sanabria und die Gastromeile in der Altstadt ist natürlich mehr Zeit erforderlich. Zudem macht es einfach Spaß sich durch diese grüne Stadt treiben zu lassen und spontane Eindrücke aufzunehmen. Nach neun Stunden Ausflug wurde noch gekocht und ein weiteres Handballspiel verfolgt. Deutschland gegen Dänemark, mit Endstand 26:31.

27.01.2026

Man kann es sich schwer vorstellen, aber der Atlantik ist so laut, grollt und zetert ohne Unterlaß vor sich hin, ist permanent zu hören. Dirk stört dies überhaupt nicht. Ihm macht Wind bzw.,starker Wind, der dazu am Auto wackelt viel mehr aus.
Den Tag haben wir größtenteils auf dem CP verbracht. Erst am frühen Nachmittag ging es zur Promenade. Hier ist uns dann erneut Frau Unruh über den Weg gelaufen.
Das Restaurant gegenüber von Altagay hat geschlossen und wir reservieren einen Tisch im Restaurante Columbus Playa. Hier verbringen wir drei Stunden mit Wellengucken, Calamaris und Fischknusperli sowie einem leckeren Barraquito.
Für morgen ist eine Küstenwarnung aufgrund hoher Wellen ausgegeben worden. Das Wellenspektakel wollen wir uns aus sicherer Entfernung in Bajamar anschauen.

28.01.2026

Es ging wie angekündigt nach Bajamar, dieses Mal in einer größeren Runde. Fast vom Ende des Nachbarortes wollten wir die ganze Promenade am Wasser soweit wie möglich ablaufen. Nicht nur die Wellen ließen dies nicht zu, sondern auf Teile des Weges, die aufgebrochen und weggespült waren. Der untere Promenadenteil in Höhe der Meerwasserschwimmbeckens im Zentrum war komplett geschlossen, selbst der gelbe Turm der Lifeguards wurde überspült. Bei Kaffee und einem anschließenden Snack aus Butterbroten und Mandarinen, konnte das Wellenschauspiel ausgiebig beobachtet werden, bevor wir uns auf den Rückweg gemacht haben.
Der späte Nachmittag gehörte dem Handballspiel Deutschland – Frankreich (38:34). Das bedeutet Halbfinale erreicht. Gespielt wird am Freitag.

29.01.2026

Aufräumtag vor Abfahrt und letztes Abendessen auf der Promenade bei Altagay mit Sonnenuntergang. Morgen Abend geht es auf die Fähre „Ciudad de Valencia“ der Armas Flotte.

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