10.10.2025
Es ist noch sehr früh, um genau zu sein 05:43 Uhr und wir sind schon zur Hälfte wach. Also ich bin wach und Dirk schläft noch. Die Nacht haben wir bereits im voll gepackten Rudi verbracht. Voll, weil uns diesmal der Hänger nicht begleiten wird und benötigtes Equipment seinen Platz im Kabe finden mußte.
Vor genau einem Jahr haben wir uns zu unseren ersten Reise Richtung Portugal aufgemacht und nach dem Frühstück starten wir zu Tour 3, die uns zu den kanarischen Inseln führen wird. Erster Stopp: Bad Königshofen, Frankentherme. Hier steht ein Seabridge-Treffen an auf dem wir uns u.a. über die bevorstehende Neuseelandreise informieren wollen.










Früh am Nachmittag erreichen wir Bad Königshofen. Der Stellplatz an der Franken-Therme ist bereits gut gefüllt. Nach der Anmeldung richten wir uns erst einmal ein. Ver- und Entsorgung, Hauswirtschaftsraum (?) sowie ein Sanitärgebäude sind vorhanden. Auf der Infotafel davor bemerke ich einen Aushang für ein Wollgeschäft „Der Wollkorb“ ganz in der Nähe (Ipsthausen). Da müssen wir hin. Auf einem Wander- bzw. Radweg geht es an einer Wallfahrtskirche vorbei, in den Vorort von Bad Königshofen. Und hier gegenüber dem Dorfbrunnen finden wir das begehrte Fachgeschäft. Der Laden befindet sich im Erdgeschoss eines Wohnhauses und schon beim Öffnen der Eingangstür bleibt man praktisch an Bergen von Wollknäueln hängen. Die Tür zum Verkaufsraum ist angelehnt und wird vorsichtig geöffnet. Eine Offenbarung, überall, aber wirklich überall haben Unmengen von Wollknäueln ein neues Zuhause gefunden: in den Regalen, vor den Regalen, an der Decke, auf Stühlen, in Kartons und Tüten, in Fächern, die sich um eine Säule winden und auf dem winzig kleinen Kassentischchen. Eine andere Welt und kurz frage ich mich, wer diese Fundgrube geschaffen hat und mit welcher Währung ich hier bezahlen kann, denn eins ist klar, ohne Wolle gehe ich hier nicht raus. Es regt sich was, vor der Kasse bewegt sich ein orangefarbener Pullover, selbstgestrickt, ich vermute ein Mohair-Alpacagemisch und ich mache die Besitzerin aus, die so scheint es, in einer gewachsenen Symbiose mit ihrer Ware lebt und arbeitet. Herrlich! Ich erstehe Wolle für das Taschenprojekt von Micky und ein Megaknäuel Wolle mit Farbverlauf für ein Tuch.
Anschließend spazieren wir ins Zentrum des Kurortes, der in die Jahre gekommen ist. Vorbei am Kurpark mit Trink- und Wandelhalle sowie einem Gradierpavillon, einer Anlage zur Salzgewinnung. Sie besteht aus einem Holzgerüst, das mit Reisigbündeln (vorwiegend Schwarzdorn) verfüllt ist. Der Salzgehalt der hindurchgeleiteten Sole wird durch die natürliche Verdunstung des Wassers erhöht. Das Funktionsprinzip ähnelt somit dem einer Saline. Der kurative Aufenthalt soll sich positiv auf die Atemwege auswirken.
Im Zentrum der Marktplatz mit Brunnen, das Rathaus mit Glockenspiel und im Hintergrund die Stadtpfarrkirche, umgeben von fränkischen Fachwerkbauten und leider viel Leerstand.
Zurück im Van gibt es Nudeln mit Pesto und Salat, bevor wir gegen kurz vor 20:00 Uhr zum Kursaal aufbrechen. Silberrücken beherrschen das Bild. Es Reiseberichte zu Touren in Afrika und Südamerika stehen auf dem Programm. Der Bericht über eine Reise durch Transafrika ist schon beeindruckend, aber die Dokumentation zur Panamericana ist der Hammer und wir sind schock-verliebt. Jetzt nur keinen Blödsinn machen, sondern erst einmal drüber schlafen🤣.
11.10.2025
Ein ganz normaler Samstag mit einem Einkauf am Vormittag, einem Essen schon am Mittag und vielen Reiseberichten ab dem frühen Nachmittag. Es ging um Reisen durch die USA, an die Baja von Mexiko, weiter ans andere Ende der Welt sowie an die Weihrauch- und Seidenstraße. Tolle Bilder und authentische Reiseerfahrungen.





Morgen geht es Richtung Frankreich, mal sehen wie weit. Einen Übernachtungsplatz haben wir deshalb noch nicht im Blick. Das ergibt sich während der Fahrt.
