Was passiert, wenn man eigentlich nach Oberhausen will und dann auf der A31 das Schild Richtung Bremen sieht: genau, man fährt Richtung Bremen zu Kindern und Enkelkindern. Ein spontaner Besuch, sozusagen zwischendurch, weil wir ab dem 13.03. für eine ganze Woche hier sein werden. Wir haben uns das letzte Mal Anfang Oktober gesehen und entsprechend gross ist die Freude beim gemeinsamen Wiedersehen. Wir wurden gleich mit Musik und Party empfangen, es gab leckere Pizza und zum Abschluss noch Bello, Bello dein Knochen ist weg.
06.03.2025
Es ist unglaublich, aber der Tag startet erneut mit Sonnenschein und eignet sich zunächst hervorragend zum Herumfrickeln. Also so was wie Sachen suchen, finden, neu verstecken, Reisetagebuch schreiben, Kleinigkeiten reparieren, draussen Kaffee trinken und Essen vorkochen. Am Nachmittag werden die Kiddies von der Kita abgeholt und mit Niklas geht es zum Campingplatz. Hier hat Dirk das Essen bereits vorbereitet und welche Überraschung, es gibt Nudeln in Tomatensosse an Würstchen. Vorher noch ne Runde Rudi erkunden und Fussball spielen. Anschliessend zieht es uns an den Stadtwaldsee, aber nicht bevor die Eistruhe an der Rezeption nach einem kleinen Nachtisch abgesucht wurde. Die ist leider noch so was von leer, aber Minimuffins warten für später im Rudi. Beim Spaziergang am See entdecken wir Schaum auf der Wasseroberfläche, viele Stöcker und Stämme, die zu „Alle Vöglein sind schon da“ von Arne in den See transportiert und mit guten Wünschen in selbigen befördert werden, entdeckt Anna auf kleinen Pfaden Hufspuren, tauchen Biberburgen auf und erstehen wir zum Schluss eine Caprisonne. Bevor es aber nach Hause geht, wird im Rudi noch gespielt, wichtige Eintragungen im Kalender vorgenommen und ein Reitstall von oben gezeichnet. Im Abschluss bereiten Dirk und ich alles für die morgige Abfahrt vor und bei Tagesschau und Brennpunkt zum Thema Aufrüstung kommen wir erneut mächtig ins Grübeln.
Was Karneval angeht, sind wir seit jeher flüchtig-so auch dieses Jahr. Spontan haben wir uns mit Freunden zu einem gemeinsamen WE in Nord-Holland verabredet. Uns hat es nach Lauwersoog ans Lauwersmeer verschlagen. Der WoMo-Stellplatz LauwersmeerPlezier bietet u.a. Plätze direkt am Wasser. Zudem befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite die Nordsee und die Insel Schiermannikoog, die es zu erkunden gilt. Auf dem Hinweg legten wir einen Stopp bei Obelink in Winterswijk ein, um nach einigen Accessoires Ausschau zu halten. Einen Platz am Wasser konnten wir im Verlauf des Nachmittags in Lauwersoog beziehen.
28.02.2025
Da wir noch etwas einkaufen müssen, geht es nach dem Frühstück auf die Räder nach Eanjum, ca. 7 km entfernt. Die Tour führt uns über den Fähranleger immer am Deich entlang in Richtung des nordfriesischen Örtchens. Es ist sooo kalt. Wir haben praktisch alle Schals, Mützen, Handschuhe, Skiunterwäsche am Leib, die Rudi hergibt. Was sind wir nur für Pussy‘s, einen Winter weg und schon der Kälte entwöhnt. Im Plusmarkt in Eanjum können wir uns beim Einkaufen aufwärmen und anschliessend geniessen wir draussen rozijnenbrodjes met kaas, bevor wir für einen Abstecher De Skans Oostmahron ansteuern, einer Ferienstadt am Lauwersmeer.
Am Nachmittag treffen unsere Freunde mit „ Kalle“ ein und nachdem sie sich direkt neben uns am Wasser eingerichtet haben, werden bei Kaffee, Sekt und Lasagne umfänglich Neuigkeiten ausgetauscht.
01.03.2025
Für den heutigen Tag ist eine Tour auf die Insel Schiermannikoog geplant und mit den Rädern geht es um 12:30 h auf die Fähre. Die Überfahrt dauert 45 Minuten. Zeit genug für einen Kaffee und etwas Gebäck in der Cafeteria unter Deck. Auf der Insel angekommen geht es auf dem Deich in Richtung „Dorp“, vorbei am Yachthafen Oude Veerdam, dem Westerstrand und dem Noordertooren, einem roten Leuchtturm, weiter ins Zentrum der Insel mit dem Zuidertoren Leuchtturm, der nicht mehr aktiv ist. Für den östlichen Teil der Insel reicht leider die Zeit bis zur gebuchten Rückfahrt um halb fünf nicht mehr. Aber für eine Portion Bitterballen in Begleitung kalter und warmer Getränke am Yachthafen auf jeden Fall.
Am Abend weiht Dirk das Feuernetz ein. Es ist wirklich das erste Mal seit Beginn unserer Tour, dass sie zum Einsatz kommt.
02.03.2025
Wie gut, daß wir einen Ersatzlüfter für die Heizung besorgt haben. Seit gestern die übliche Fehlermeldung auf dem Bedienpaneel und heizen mit Strom, incl. Sicherungsausfall wegen Überlastung. Bevor es auf eine gemeinsame Radtour geht, erst einmal Lüfteraustausch bei der Aldeheizung. Nach dem erfolgreichen Abschluss ging es auf die Räder und auf zu einer abwechslungsreichen Radtour durch die Naturlandschaft des Lauwersmeer. Abwechslungsreich deshalb, weil wir neben Radwegen auch Waldwege, eine Schnellstrasse und Wege durch ein Militärgebiet ausprobiert sowie Umwege angesteuert haben. Kaputt aber glücklich war es am Stellplatz Zeit für ein Aperölchen mit Snack direkt in der Frühlingssonne am Wasser. Ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Waddenzicht am Fähranleger beendete diesen schönen Tag.
03.03.2025
Es ist Rosenmontag und nach einem gemeinsamen Frühstück, geht es für unsere Düsseldorf wieder zurück in die Heimat. Es war eine sehr schöne Zeit und vlt. finden wir Platz für eine Wiederholung. Der weitere Tag geht sehr ruhig weiter. Erst gegen Nachmittag zieht es uns zum Fischerwerb in den Hafen. Hier entdecken wir bei einem Rundgang eine Robbe im Hafenbecken. Für das Abendessen erstehen wir div. Fisch, der anschliessend, jedenfalls zum Teil, im Rudi verspeist wird.
04.03.2025
Veilchendienstag und erneut ein Tag mit Sonnenschein und einer Radtour nach Zoutkamp am Lauwersmeer vorbei. Dieses Mal nehmen wir nicht die Schnellstrasse, sondern die parallel laufende Seitenstrasse. Wir machen Halt an einem Sternenerkundungsturm und einer Vogelerkundungsanlage, beide Male mit schönen Aussichten über dieses riesige Naturschutzgebiet. Der Weg führt uns weiter über langgezogene Deiche in den kleinen Ort Zoutkamp. Ausserhalb der Saison ist auch hier nicht viel los, aber das kleine Cafe im Zentrum hat geöffnet und es ist Zeit für een kopje koffie met appelgebak.
Natürlich habe zumindest ich auf dem Gemeindeparkplatz schlecht geschlafen und praktisch jeden noch so kleinen Wurm krabbeln gehört. Dementsprechend früh wach und das Morgenprogramm abgespult. Dabei tauchte zunächst die Fehlermeldung der Heizung auf: Lüfterproblem und anschließend hatte ich den Klodeckel in der Hand😬. Glatter Durchbruch an der Befestigung zum Metallstift, der die Folienabwicklung in Gang setzt. Läuft! Für 06:30 h ein guter Schnitt in Sachen Reparaturaufträge. Nach einem Restart der Heizung hatte der Lüfter kein Problem mehr-Rudi kam anschliessend von 14 Grad auf 20 Grad Raumtemperatur. Aber Deckel und Brille der Clesana müssen getauscht werden und das bis Altweiber, da wollen wir weiter. Gerne nach Holland, evtl. Richtung Friesland, jedoch haben die meisten CP‘s noch geschlossen oder aber die Anfragen werden nicht beantwortet. Erst einmal die letzten 350 Kilometer bis Hilden abspulen und dann sehen wir weiter. Hier kommen wir gegen Mittag an, erledigen Einkäufe, aktivieren den Berlingo, um die ersten Sachen aus Rudi einzupacken und betreten gegen 16:00 Uhr unsere Wohnung. Wir beide haben dabei eher das Gefühl aus einem verlängerten WE zurückzukehren, als von einer 4-monatigen Reise🤣.
Wir waren tatsächlich schon um 07:54 Uhr abreisefertig und haben den Stellplatz verlassen. Über Bordeaux, Poitiers, Tours, Orleans, ging es über Paris bis nach Assevillers. Hier haben wir über park4night einen Stellplatz der Gemeinde zur Übernachtung angefahren. Paris ist die Hölle. Der überwiegende Teil der Auto- oder Motorrad fahrenden Bevölkerung entgeht durch eine völlig unangepasste, wenn nicht gar schier verantwortungslose Fahrweise nur knapp schweren Unfällen. Von den LKW-Fahrer*innen ganz zu schweigen. Eine Riesenstadt, mit Riesenbauten und Riesenverkehr. Egal die Metropole liegt hinter uns, der Tank ist voll, die Maut bezahlt, der Bauch gefüllt und ich hoffe, es gibt auf diesem Gemeindeparkplatz eine ruhige Nacht. Morgen folgt die restliche Strecke. Wir sind gespannt, wie unsere Wohnung aussieht. Laut unserer Vermieterin geht die Trocknung gut voran. Evtl. wird nächste Woche das Trocknungsgerät abgebaut und am 11.03.25 soll der Maler die Arbeit aufnehmen.
Ein reiner Fahrttag mit rund 700 km hat uns bis nach Labenne in Frankreich an die Atlantikküste geführt. Zwischendurch konnten wir immer wieder die Kokons der Pinien-Prozessionsspinner an den besagten Bäumen ausmachen. Den Stellplatz konnten wir über die Camping Car Park App online reservieren. Er befindet sich im Stadtteil Labenne-Ocean, ca. 1,5 km vom Strand entfernt. Das Hörbuch „Puppenmord“ von Tom Sharpe hat uns die Fahrt über begleitet🤣.
15.02.2025
Am Vormittag wurden zunächst die Vorräte im hiesigen Intermarche aufgestockt. Danach führte der Weg zum Strand und in die Dünen. Hier folgte ein Minipicknick, Müllsammeln sowie ein Drohnenflug. In Portugal sind Drohnenflüge, auch in der Gewichtsklasse bis 250 g, nur nach vorheriger Anmeldung erlaubt. Das Prozedere war uns zu aufwendig. Das schöne Wetter lockte uns wieder auf die Räder und es ging weiter Richtung Capbreton. Ein typisch französisches Küstenörtchen, mit einer kleinen Bummelstrasse, Cafes und Restaurants. Hier tourten wir durch den grossen Yachthafen und genossen an der Promenade des Plage Capbreton ein frisches Blonde vom Fass, bevor es zurück zum Stellplatz ging. Für den morgigen Sonntag haben wir eine Radtour nach Bayonne ins Auge gefasst.
16.02.2025
Heute steht eine Tour nach Bayonne auf dem Programm. Die Radtour führt uns über Ondres und Tarnos am Adour entlang ins Zentrum. Vorbei an den Markthallen – Les Halles de Bayonnes, machen wir zunächst unter halb der Kathedrale eine Snackpause, bevor wir durch die Gassen an der Rue de Gouverneurs, auf besagte Kathedrale stossen. Anschliessend radeln wir den Adour überquerend am Gare de Bayonne hinauf zur Citadelle und müssen leider feststellen, dass sie nicht für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Hier ist ein militärischer Stützpunkt untergebracht. Also geht es zurück nach Labenne-Ocean, wo eine super- leckere Linsensuppe auf uns wartet.
17.02.2025
Wir unternehmen eine Radtour ins Sumpfgebiet von D‘Orx. Eine Rundtour über 25 km. Das reicht für heute, haben wir gestern doch über 50 km zurückgelegt. Eine überschaubare, nette Runde, grösstenteils auf kleinen Strassen unterwegs. Anschliessend ein kurzer Stopp am Stellplatz, um Proviant und Kaffee einzuladen und dann ab zum Picknicken an den Strand. Die Sonne im Gepäck.