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Author : Rudi-on-Tour

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138. Corralejo November 2025

14.11.2025

In Corralejo steht zunächst Entsorgung an der Repsoltankstelle an und da auch hier der Schlauch zum Wasser auffüllen für die Reinigung der Campingtoiletten genutzt wird, suchen wir uns eine andere Möglichkeit um Frischwasser zu füllen. An einer Disa-Tankstelle werden wir fündig. Hier kann man nur Wasser tanken und nicht entsorgen.
Jetzt aber zu den Dünen von Corralejo und dem Drachenfestival. Wir finden direkt an der Küstenstraße FV-104 einen Parkplatz und nach einem Mittagessen geht es an den Strand, wo Hunderte von Drachen im Wind tanzen. Drachenliebhaber aus aller Welt kommen jährlich hier zusammen, um ihre Drachen zu zeigen. An Motiven, Farben und div. Größen mangelt es nicht. Es sind überwiegend Drachenensemble zu bestaunen, die von einem Pilotdrachen in der Luft gehalten werden.

Nach einem Spaziergang am Strand und einer Abkühlung im Meer geht es zurück zum Bus. Wir suchen uns einen anderen Stellplatz für die Nacht. So direkt an dieser viel befahrenen Küstenstraße wollen wir nicht stehen bleiben. An der Calle de Guirre in einem Wohngebiet werden wir fündig. Anschliessend zieht es uns mit den Rädern in die Stadt. Zuerst an den Hafen. Hier erstehen wir ein Ticket für die Fahrt zur Insel Lobos für morgen 12:30 h. Die Räder können wir mitnehmen. Mit einem Restaurant-Tipp des Fähranbieters geht es zur geschlingelten Hafenpromenade. Wir suchen das Fischrestaurant La Cofradia de Pescadores und werden nach einigem Suchen fündig.

Das Viertel füllt sich, nicht zuletzt wegen einer Drohnenshow, die um 21:30 h beginnen soll. Unser Essen besteht aus einer Fischplatte des Tages, gegrillt, mit Vino Blanco del Casa und Cerveza. An eine Unterhaltung ist zwischenzeitlich nicht mehr zu denken. So viele Menschen und Musik aus jeder Ecke. Als die Drohnenshow beginnt, stellen wir fest, dass wir vom gewählten Standort aus nichts sehen können und versuchen nach dem Bezahlen, irgendwie aus dem wuseligen Altstadtgeschehen zurück in die Peripherie zu gelangen. Und so radeln wir im November bei milden 20 Grad durch dieses lebhafte und bunte Städtchen zur Calle de Guirre und unserem fahrbaren Zuhause.

137. La Oliva November 2025

12.11.2025

Die Nacht auf den Klippen verlief eigentlich ganz ereignislos, wenn ich tagsüber nicht den „Schreck“ verschluckt hätte😅. Der hat mich nicht gut schlafen lassen und bei lautem Wellenkrachen war es vorbei mit der Bettruhe. Dafür konnte nachts ein klarer Sternhimmel bestaunt werden.

Nach Drohnenflug und Frühstück ging es wieder auf die Piste. Ziel: Puertito de los Molinos. Auf dem Weg dorthin halten wir kurz an, um einige Vögel näher zu bestaunen, als plötzlich links von uns eine Herde Ziegen mit einem Affenzahn den Hang herunter auf uns zusteuert.

Als sie jedoch feststellten, dass wir nicht die erhofften Futtergeber sind, drehten sie wieder ab und nahmen anscheinend den wahren Besitzer ins Visier. Dieser näherte sich mit einem weißen Geländewagen und dem ersehnten Futtersack im Gepäck. Weiter ging es und die Piste wurde nicht komfortabler, führte sogar nach einer Senke durch ein großes Gatter, das zum Glück nicht verschlossen war, in den kleinen Ort Llanos de la Concepcion und auf eine asphaltierte Straße. Puertito de los Molinos ist wieder so ein Ministrand, mit kleinen und einfachen Restaurants und wundervollem Blick auf Meer und Klippen. Nach einer Erfrischung ging es Richtung Ajuy. Auf dem Weg dorthin nehmen wir in Antigua noch das Museo del Queso Majojero mit.

Hier wird die Produktion von Ziegenkäse über die Jahrhunderte hinweg anschaulich und kurzweilig dargestellt.
In Ajuy wollten wir eigentlich die Cuevas de Ajuy besichtigen. Diese sind aber aufgrund der vorhergesagten Wetterlage vorsorglich abgesperrt worden. In der Nacht soll es mit kräftigem Wind, Sturmböen und Starkregen richtig zur Sache gehen.

Trotz Absperrung bahnen sich Touris den Weg über die Klippen zu den Höhlen. Denen ist auch nicht mehr zu helfen. Erst am vergangenen WE sind auf Teneriffa Menschen ums Leben gekommen, von Wellen ins Meer gerissen worden sind. Auch hier hatten die Behörden wegen der akuten Wetterlage vorsorglich entsprechende Warnungen ausgegeben.
Der Strand hier ist wieder ganz mit schwarzem Lavasand versehen und sehr voll. Wir trinken hier nur einen Kaffee und treten die Rückfahrt nach La Oliva an. Hier wollen wir uns einen asphaltierten Parkplatz suchen und das herannahende Unwetter abwarten.

13.11.2025

Was für eine Nacht. An Schlaf war nicht zu denken. Starker Wind und Sturmböen fegten über uns hinweg und in den frühen Morgenstunden setzte der angekündigte Regen.

Allerdings nicht so stark wie vorhergesagt. Dirk konnte am Vormittag noch eine große Runde im und um den Ort drehen. Dabei fand er das Casa de Los Coroneles wegen Renovierungsarbeiten geschlossen vor, ebenso den Mercado de Los Tradicones. Dieser öffnet morgen wieder seine Pforten. Gegenüber dem Parkplatz, wo auch das Parken mit Womo‘s nicht verboten ist, befindet sich das Rathaus und auf der anderen Seite eine Hundeauffangstation. Der Nachmittag durchweg verregnet, ein richtiger Rudi-Gammeltag.
Bevor es morgen Richtung Corralejo weitergeht wollen wir noch einen Blick in die Kirche und den Mercado werfen.

14.11.2025

Was war das für eine schöne und ruhige Nacht. Kein Wind, kein Regen, einfach nur angenehm leise. Bevor es weitergeht werfen wir einen Blick in die Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria und besuchen den Mercado de los Tradiciones. Der Blick lohnt sich. Die Kirche verfügt über eine besonders hübsche, hölzerne Deckenkonstruktion und im Mercado werden Produkte regionaler Anbieter, wie Gewürze, Öl, Wein, Obst und Gemüse sowie Produkte aus Aloe Vera zum Verkauf geboten.
Weiter geht es im Anschluß nach Corralejo. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Halt bei den Molinos de Villaverde. Von hier oben hat man nicht nur einen tollen Blick auf die Ebene mit La Oliva im Mittelpunkt, sondern kann sich auch einen Überblick über die Wirkungsweise und die Bedeutung der Windmühlen in dieser Region verschaffen. Höhepunkt aber sind die kleinen Bewohner im anliegenden Steinhaufen: Atlashörnchen, typische, tierische Artgenossen auf Fuerteventura.

Mit ungewürzten Nüssen aus unserem Vorrat kann man sie ganz wunderbar anlocken und füttern.
Weiter auf der Route liegt die Cueva de los Llanos, die aber wegen Renovierungsarbeiten leider geschlossen hat.

136. In der Nähe vom Playa de Jarugo November 2025

11.11.2025

Heute ging es für unsere Verhältnisse sehr früh los. Zunächst war Entsorgung, Einkauf und Wasser tanken in La Oliva angesagt. Die Wassersäule am Entsorgungsplatz in El Cotillo haben wir nicht angerührt, da diese auch für die Reinigung div. Toilettenformate benutzt wird. Zwar kostenlos, aber nix für uns. In La Oliva konnten wir mit unserem Wasserdieb an einer Disa-Tankstelle für insgesamt 4€ den Tank richtig voll machen. Anschliessend auch noch den Dieseltank für 1,119 € den Liter. Dieser kleine Ort gefiel uns sehr gut und wir haben schon Ausschau nach einem festen Stellplatz für den regnerischen Donnerstag gehalten.
Im Anschluß ging es praktisch wieder zurück und zum Leuchtturm Faro de Tóston, in dem auch ein Fischereimuseum angeschlossen ist.

Der Faro de Tostón steht an der Nordwestküste Fuerteventuras und bezeichnet die Ansteuerung von La Bocayna, eine Meerenge zwischen Fuerteventura und Lanzarote.
Das Bauensemble besteht drei unterschiedlichen Türmen:
Das erste Leuchtfeuer wurde 1897 erbaut. Es besteht aus einem ebenerdigen Haus für die Leuchtfeuerwärter und einem sechs Meter hohen Turm.
Da der erste Turm eine geringe Feuerhöhe vorwies, wurde 1960 ein neuer, achteckiger und 15 Meter hoher Turm errichtet.
Ein dritter Turm wiederum hat dann 1986 die Funktion des Leuchtfeuers übernommen. Er ist 30 Meter hoch und hat einen rot-weißen Anstrich. Nach einem Spaziergang in unmittelbarer Umgebung, ging es am letzten Stellplatz vorbei über Pisten an der Küste entlang bis zum Barranco Esquinzo, den wir mangels Wasser queren konnten. Von hier ging es weiter in Richtung Tindaya.
Tindaya liegt am Fuße des gleichnamigen Berges Tindaya. Die Bewohner Tindayas verehren ihren Berg als „heiligen Berg“, weil man im Gipfelbereich im Jahr 1978 rästelhafte Felszeichnungen fand. Diese Zeichen sollen angeblich bedeuten, dass die Ureinwohner der Kanaren von nordwestafrikanischen Berbern abstammen. Heute darf man den Berg nur noch mit einer Genehmigung betreten. Ein guter Ort, um eine Pause einzulegen. Bei der Abfahrt bemerken wir eine feuchte Stelle, fast genau unter der Fahrertür. Überschüssiger Diesel vom vorherigen Tank konnte es nicht sein, die Flüssigkeit fühlte sich leicht ölig an. Wir vermuteten zunächst eine undichte Heizungsleitung. Sind uns jetzt aber eigentlich sicher, dass zwei Schellen Kühlkreislaufes undicht sind. Dieses Problem hatten wir ganz zu Anfang schon einmal. Wir haben die Schellen nachgezogen und müssen den Füllstand des Ausgleichsbehälters weiter im Blick haben. Irgendetwas ist ja immer.
Es geht weiter zum Playa de Jarugo. Was für ein schöner unbehelligter Strand. Ein wenig mit Dünensenken umgeben. Linksschultrig ein Abschnitt der bei Ebbe zum Aufenthalt einlädt und mit einer schützenden Mauer aus Vulkangestein umgeben ist, über deren Brüstung die Wellen bei einsetzender Flut brechen und wasserfallartig in diese Lagune fließen. Dann ein breiter Strandbereich, der rechtsschultrig durch eine emporragende Klippenwand Begrenzung findet. Allein der Verlauf der Sedimentschichtung ist ein Leckerbissen für die Augen. Bevor der Abend hereinbricht suchen wir uns noch einen Stellplatz oberhalb der Klippen.

Und so stehen wir ganz allein etwas weiter entfernt, mittendrin im Nichts und geniessen auf unseren Klappstühlen ganz nah am Klppenrand den Sonnenuntergang.

135. El Cotillo (Fuerteventura) November 2025

09.11.2025

Nächste Insel und alles anders. Hellere Vulkanberge, hellsandige Strände, andere Häuser, viel Wind, heftige Wellen und viele Van‘s und Womo‘s.
Wir stehen auf einer großen Pistenfläche etwas außerhalb von El Cortillo an der Westküste. Links von uns eine langgezogene Bucht und rechts von uns das Castillo del el Castillo und der Küstenort selbst.

Am Nachmittag haben wir einen ausgedehnten Spaziergang durch den alten Ortskern mit kleinem Hafen, einigen Kneipen und Restaurants bis zum Playa de los Lagos unternommen. Dabei konnten wir wirklich imposante Wellen beobachten, die auf die Küstenlinie trafen. Im alten Ortskern selbst ging das Wasser bis zu den am Kai liegenden Restaurants. Am Playa de los Lagos ließen auch einige Leute ihre Drachen in die Lüfte steigen. Auf dem Rückweg wurde noch etwas in einem Hiperdino eingekauft und zum Sonnenuntergang waren wir gerade noch rechtzeitig zurück.

10.11.2025

Heute geht es am Strand Playa del Cotillo entlang. Eine langgezogene Bucht mit hellem Sand. Beliebt bei Kitern, Surfern und Badegästen. Die rote Fahne am Rettungshäuschen ist gehisst, somit jeglicher Wassersport verboten, aber die Wellen dafür sehr beeindruckend. Zurück geht es oben an der Steilküste entlang.

Der helle Sand ist immer wieder mit schwarzem Sand durchzogen und was mit dem angespülten Wasser für schöne Muster sorgt. Nach zwei Stunden kehren wir zurück und wollen gleich weiter in den Ort. Hier suchen wir uns am Hafenbecken ein nettes Plätzchen im Restaurante El Mirador und verbringen den hereinbrechenden Abend bei leckerem Bier, Fischsuppe und Knoblauchbrot. Die Aussicht auf das Meer, die brechenden Wellen in der Ferne und die Abendstimmung in diesem Hafenrund sind sooo schön. Musikalische Untermalung wird auch geboten, ein Künstler mit E-Gitarre und leichter Stimme gibt alte, bekannte Lieder zum Besten. Darunter auch „Take Five“ von Dave Brubeck. Zwischendurch findet eine Katze den Gitarrenkoffer äußerst gemütlich und lässt sich dort nieder. Die Urlauber die hier vorbeischlendern unterscheiden sich schon sehr von denen auf Lanzarote. Eher Individualtouristen, alternativer und bunt gemischt.
Mittlerweile ist es schon dunkel geworden und wir versuchen den Weg zurück zum Rudi auf unbeleuchtetem Terrain zu finden. Schließlich muss noch ein Brot gebacken werden. Hoffentlich ist der Hefeteig in der Schüssel geblieben.

134. Playa Blanca – Campanas Beach November 2025

05.11.2025

Nach der Siesta in Uga geht es wieder an die Küste und an die Playa Blanca. Hier läuft die Fähre nach Fuerteventura am Sonntag aus. Wir stehen ziemlich am Ende dieses langestreckten Küstenabschnittes, zwischen Hotel- und Appartmentanlagen. Ein anschließender Spaziergang auf der Promenade bringt uns nach einer halben Stunden zu kleinen Restaurants. Hier suchen wir uns ein Plätzchen in einer Taverne und bestellen uns einige Tapas mit Wein- bzw. Sangriabegleitung.

06.11.2025

Dieser Stepp ist eigentlich keinen Kommentar wert und die beiden Bilder sehen besser aus als in der Realität. Was für eine Touriabzocke. Die Playa Blanca, mit ihrem angeblichen Hot Spot dem Playa Papagayo, und ich werden auf jeden Fall keine Freunde. Möchte mir gar nicht vorstellen, was hier im Sommer los ist.

Der Salat und die kanarischen Kartoffeln überhaupt nicht lecker und viel zu teuer. Egal, Strich drunter und nach erneuter Ent- und Versorgung wieder dahin, wo nichts los ist, nach Los Cocoteros. Hier bleiben wir bis Samstag Nachmittag. Dann müssen wir leider noch einmal nach Playa Blanca, weil dort Sonntag Morgen die Fähre nach Fuerteventura ablegt.

09.11.2025

Nach zwei Tagen an unserem Lieblingsplatz in Los Cocoteros stehen wir bis zur Abfahrt der Fähre nach Fuerteventura noch einmal in Playa Blanca.
Gestern hat der Wind zunehmend aufgefrischt und bis heute früh so getobt, dass wir dachten, die Dachluken fliegen weg. Jetzt um 07:00 h ist es windstill, die Sonne geht gerade auf und wir machen nach dem Frühstück alles abfahrbereit. Die Fähre der Fred Olsen Gesellschaft läuft um 10:00 h aus und schon 25 Minuten später sollen wir in Corralejo auf Fuerte sein. Dritte Insel – check!

Kurz vor neun sind wir im Hafen von Playa Blanca, stehen quasi in der ersten Reihe vor der Fährrampe. Einchecken via Personalausweis und dann mit Tee und Kaffee auf die Fähre warten. Später nehmen wir die Breme per Videochat live auf die Fähre mit. Es ist zwar alles ein wenig eng, aber wir können geradeaus in die Fähre einfahren. Während der Überfahrt sitzen wir gemütlich im Zwischendeck an einem großen Panoramadeck. Zuerst taucht Lobos am Horizont auf, eine weitere, aber seit Ende der 60ger unbewohnte kanarische Insel und wenig später Corralejo mit Hafen.
Für unseren ersten Halt haben wir El Cotillo ins Auge gefasst. Der Ort befindet sich an der Westküste.
Am Morgen erreicht uns die Mitteilung, dass die Orte Puerto de la Cruz und Playa del Roque de Las Bodegas auf der Insel Teneriffa von zwei Riesenwellen getroffen wurden. Mehrere Menschen fanden dabei den Tod oder wurden schwer verletzt geborgen. Vorherige Warnungen der Behörden vor Riesenwellen wurden dabei anscheinend ignoriert.

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