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178. Los Cancajos Januar 2026

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178. Los Cancajos Januar 2026

18.01.2026

Obwohl wir direkt an einer Straße stehen verlief die Nacht ruhig. Auch die angekündigte Starkwindwarnung blieb ereignislos. Dafür gab es Fieselregen und einen wunderschönen Regenbogen über das Tal mit Bananenplantagen. Fieselregen und Regenbogen sollten uns auch den ganzen Tag begleiten. Dieser startet mit einem Besuch des besagten Sonntagsflohmarktes. Das ging relativ schnell, da es nur fünf Stände mit Secondhand Klamotten gab. Wahrscheinlich hat das Wetter viele Anbieter abgehalten. Da es den ganzen Tag regnen und winden soll, beschließen wir unsere Inselrundfahrt zu vervollständigen und den nördlichen Teil La Palmas von Puntagorda bis Barlovento zu besuchen. Auf dem Weg halten wir oberhalb von Tazacorte am Mirador de Time an, mit tollem Blick auf das Tal und den Ort. Anschließend geht es erneut an Puntagarda vorbei. Kurz dahinter verlassen wir die LP-1 und nehmen die LP-114. Wir haben Lust uns eine Gofio-Mühle anzusehen. Beschilderung und Routenplaner führen uns in die Irre. Wahrscheinlich ist die Mühle nur zu Fuß zu erreichen, aber bei der Enge der Straße und des Geländes haben wir hier keine Chance. Dirk ergreift die Gunst des Augenblicks und biegt auf den Camino de Castillo ab. Wohlgemerkt Camino, als so etwas wie Pfad oder Weg, in diesem Fall jedoch asphaltiert, sehr schmal, ohne Leitplanken und steigend, zwischendurch Steine die aus dem Weg geräumt werden müssen. Die Kehren sind verdammt eng. Keine Ahnung wie und wo man entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen soll. Dazwischen Mandelbäume, die erste Blüten zeigen. Der Camino schraubt sich und uns immer weiter hinauf, ein Castillo können wir nicht ausmachen, dafür ein Fahrzeug, das passiert werden muß. Irgendwie klappt alles und nachdem einige Häuser im Nichts an uns vorbeiziehen, gelangen wir wieder auf die LP-1. Bei Garafia legen wir einen kleinen Stopp ein. Hier gibt es einen Campingplatz mit kleinem Restaurant, den wir uns bereits 2023/2024 angeschaut haben. Dieser ist mit großen Pfützen durchzogen, einige Womos stehen hier im Regen. Hier wollen wir nicht bleiben und tuckeln die LP-1 weiter. An Barlovento und dem Playa Farjana vorbei, dem Charco Azul und San Andres sowie Santa Cruz, hier liegt ein riesiges Schiff der Aida-Flotte im Hafen. Es geht nach Los Cancajos einem kleinen Touriort an der Ostküste. Hier geht wellen- und windtechnisch ordentlich die Post ab. Wir verfolgen das Spektakel aus der Strandbude El Pulpo bei einem Abendessen mit weiteren Reiseplänen.

19.01.2026

Heute ging es zu Fuß in die Inselhauptstadt, der kanarische Fieselregen ein ständiger Begleiter. Da im Hafen das nächste Kreuzfahrtschiff, diesmal ein riesiger Kahn der Flotte „Mein Schiff“, liegt, rechnen wir mit einer vollen Innenstadt.
Uns gefällt trotzdem das gemütliche Zentrum mit kleinen Läden, den charakteristischen Balkonhäuschen, die auf der Straße am Meer üppig mit Blumen ausgestattet sind. Unser erstes Ziel ist der Mercado. Hier gibt es alles, was auf La Palma angebaut und erzeugt wird. Darüberhinaus auch frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Diesen versuche ich bereits seit Beginn der Tour auf den Inseln ausfindig zu machen, heute hat es geklappt. Mit frischer Limette schmeckt er super. Am Ende der langgezogenen Fußgängerzone liegt die Plaza San de Francisco mit altem Baumbestand und einem schönen Kiosko, ein schöner Platz zum Verweilen. Den Abschluss bildet das Schifffahrtsmuseum – Museo Naval – welches sich in einem Nachbau der Santa Maria von Christof Kolumbus befindet. Uns zieht es für eine Pause an den Strand, den wir vom Real Castillo de Santa Catalina ausmachen. Mittlerweile haben sich die Fieselregenwolken über den Berg verzogen und die Sonne kommt durch. Das macht Lust auf einen Besuch im Cafe El Don Manuel gegenüber der Iglesia Matriz del El Salvador. Das Cafe befindet sich im Innenhof eines alten Kontors, in dem der beste Barista Spaniens, Rayco Rodriguez, seine Kaffeespezialitäten anbietet.
Sein Markenzeichen ist ein Barraquito nach kanarischer Art: Milchkaffee mit Zimt, Zitronenschalen und Zitruslikör. Er wird in kleinen, schlanken Gläsern serviert, hat verschiedene Schichten, jede in einem anderen Karamellton.
Neben Kaffeespezialitäten werden auch div. Torten angeboten, die wir natürlich auch testen müssen. Im Anschluss schlendern wir zurück zur Avenida Los Indianos und nehmen die Buslinie 500, die uns nach Los Cancajos zurückbringt. Hier drehen wir noch eine Runde an der Promenade am Meer entlang, mit kleinen Abstechern über die Lava zum Klippenrand. Die Brandung hat zwar an Stärke verloren, aber die Gischt gelangt trotzdem bis auf den Fußweg. Im Rudi ist dann erst einmal Ausruhen angesagt und später u.a. das Handballspiel Spanien – Deutschland.

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