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163. Auf dem Sendero la Llania durch den Nebelwald Dezember 2025

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163. Auf dem Sendero la Llania durch den Nebelwald Dezember 2025

26.12.2025

Das Wetter ist gut, wir sind früh wach, ein Kaffee schnell gekocht und Rudi abfahrbereit gemacht. 2. Versuch durch den Nebelwald auf dem Sendero la Llania zu wandern. Wir haben Glück und erwischen am Startpunkt einen Parkplatz. Nach dem Frühstück geht es los. Wir ziehen uns warm an, Wasser und ein Snack sowie Regenjacken befinden sich in den Rucksäcken. Es gibt drei unterschiedliche Route, wir entscheiden uns für die rote und somit den mittleren Rundweg.
Dieser führt auf dem Camino de la Llania durch einen zauberhaften Lorbeerwald. Der Startpunkt der Wanderung liegt gegenüber vom Parkplatz am Cruce de La Llania.
Der gut beschilderte Weg schlängelt sich zunächst durch ein mit Baumheide-Buschwald bewachsenes Gebiet. Entlang des Weges findet man wunderschöne alte Bäume, die teilweise von bizarren Moosen und Flechten bedeckt sind. Den Waldboden bedecken dichte Teppiche von Farnen.
Nach etwa 900 Metern biegen wir nach rechts ab. Unter dem Blätterdach des Feuchtwaldes verläuft der Pfad bergab entlang einer kleinen Schlucht, die von zahlreichen Farnen um­geben ist. Entlang des Weges sehen wir riesige Löwenzahngewächse und vereinzelt majestätische Kanarische Kiefern. Am Boden lassen sich die unterschiedlichsten Pilzarten blicken. Mittendrin queren wir eine kleine Brücke La Brezal und sind anschliessend sofort wieder von den moosbedeckten Lorbeerbäumen umgeben.
Wir passieren die Quelle Fuente del Lomo und folgen weiter der roten Markierung. Dieser verläuft zum Aussichtspunkt Mirador de la Hoya de Fireba, den wir nach 4,5 Kilometern Gesamtstrecke erreichen. Die Landstraße HI-1 wird durch einen kleinen Tunnel unterquert.
Über ein Gebiet mit Ablagerungen aus brauner Vulkanasche, auf den Kanaren Picón genannt, geht es hinauf zum Aussichtspunkt. Von der Aussichtskanzel überblickt man den Explosionskrater „Caldera de la Hoya de Fireba“. Der Fireba-Krater gilt als einer der am besten erhaltenen der Insel. Er hat einen Durchmesser von 259 Metern und eine Tiefe von 110 Metern. An der Südseite der Caldera hat sich eine kleine Heidelandschaft entwickelt, auf der Nordseite gibt es kaum Vegetation. Dieses Phänomen ist dem Einfluss der Passatwinde geschuldet. Links blickt man auf den Gipfel des 1.330 Meter hohen Fireba. Bei guten Sichtverhältnissen blickt man von hier bis zu den Inseln La Gomera und Tenerife. Wir haben Glück und erkennen den Teide auf Tenerife.
Wir passieren ein Wäldchen unterhalb des Kraters, der mit Holzbänken und Tischen ausgestattete Rastplatz El Bailadero de Las Brujas (Hexentanzplatz). Der Wanderweg führt nun durch ein Gebiet, das zwischen Pinien- und Lorbeerwald wechselt.
Hier führt der Weg wieder bergauf durch ein Gebiet mit viel Baumheide zum Mirador de la Llania. Der Aussichtspunkt La Llania liegt direkt an der Abbruchkante zum El Golfo-Tal und bietet einen schwindelerregenden Blick auf die Tiefebene. In der vergangenen Woche hatten wir die umgekehrte Sicht unten von La Maceta aus auf diese imposanten Steilhänge. Die Silhouette der Insel La Palma ist bei guter Sicht am Horizont zu erkennen. Links kann man in einem weniger steil abfallenden Gebiet den Vulkan Tanganasoga erblicken.
Auf dem letzten Wegabschnitt geht es sanft bergab durch den faszinierenden Lorbeerwald (Laurisilva) zum Ausgangspunkt am Cruce de La Llania. An einer grossen Baumheide wird die Wassergewinnung durch horizontalen Niederschlag verdeutlicht.
Vom Parkplatz aus verlassen wir den Nebelwald in Richtung La Frontera auf der HI-1. Unser Ziel ist erneut der Parkplatz in La Maceta. Bis wir diesen erreichen müssen wir tatsächlich noch 20 km zurücklegen.

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