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158. Punta Norte – Charco Manso Dezember 2025

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158. Punta Norte – Charco Manso Dezember 2025

19.12.2025

Nach dem Frühstück ging es für uns heute zunächst in die kleine Inselhauptstadt Valverde. Vor den Toren der Stadt passieren wir auf der rechten Seite auffallend großen weißen Skulpturen mit gekrönten Köpfen. Geschaffen von dem auf El Hierro geborenen Künstler Ruben Armiche, trägt dieses Kunstwerk den Titel „Homage an die Bajada“ und ist 2009 entstanden. Bei einer Bajada wird die Schutzpatronin der Insel, die Virgen de los Reyes (Jungfrau der Heiligen Drei Könige), von ihrer Kapelle, der Ermita de Nuestra Señora de los Reyes im Naturpark La Dehesa, in einer langen Prozession in das 28 km entfernte Valverde gebracht. Dies ist alle fünf Jahre der Fall, zuletzt im Juli 2025.
Das Kunstwerk selbst besteht aus Schrottautos und Elektroschrott, der mit Maschendraht umwickelt, mit Gips in Form gebracht und im Anschluß mit Farbe gestaltet wurde und auf die Probleme der Müllentsorgung auf der Insel aufmerksam machen soll. Den Bogen zu diesem kulturellen Ereignis bekomme ich zwar noch nicht hin, aber das wird schon. Hatte die Skulptur zwei oder drei gekrönte Köpfe? Tja, wir kommen spätestens zur Weiterfahrt hier noch einmal vorbei.
In Valverde tasten wir uns langsam durch die engen Straßen zur Gemeindeverwaltung. An Parken ist hier nicht zu denken. Ein Stückchen weiter lässt Dirk mich raus und ich versuche mein Glück. Die Registrierung verläuft hier ebenso unkompliziert wie auf Gran Canaria. Hier muss ich nur im Vorfeld den Zeitraum angeben und bezahlen. Anschliessend erhalte ich ein Dokument mit der Reservierung, die wir dem Parkranger vorzeigen sollen. Das war‘s.
Unser nächstes Ziel ist der Punta Norte mit dem Charco Manso. Beim Verlassen des Ortes halten wir Ausschau nach einem Stellplatz für morgen. Samstags ist immer Markt in Valverde und das Städtchen selbst wollen wir uns auch anschauen.
Gleich hinter dem Ortsausgang zweigt in Richtung Hafen links eine kleine Straße nach Echedo ab. Diese endet bei Las Salinas am Meer, wird in den letzten drei Kilometern einspurig und beinhaltet im unteren Abschnitt schmale Kehren, die es in sich haben. Und erneut stehen wir inmitten der wilden und zerklüfteten Küste an einem Meeresschwimmbecken. Vor uns können wir sogar La Gomera und La Palma ausmachen. Die Vulkanlandschaft aus Grotten, Felsentoren und Höhlen lässt bei Flut und entsprechendem Wellengang das Wasser nur so empor sausen und vor der starken Brandung wird gewarnt.
Ein ausgestatteter Grillbereich sowie ein Kiosko sind mit von der Partie. Dieser hat sogar geöffnet und Dirk kann hier der Besitzerin beim Aufklappen der schweren Fensterklappen helfen.
Etwas später finden wir uns hier erneut für einen Mittagssnack ein und probieren das erste Mal frittierte Moräne. Sieht aus wie Kibbeling, ist fester im Fleisch und hat einen leicht fischigen Geschmack. Nach einer anschliessenden Mittagspause, wollen wir eigentlich die Drohne starten, aber durch die Nähe zum Flughafen ist hier der Gebrauch von Drohnen nicht gestattet. Dann geniessen wir eben das Brandungsspektakel vor uns.

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